Wangen im Allgäu, den 28.04.2011

Fußball-Verbandsliga Württemberg

VfR Aalen II - FC Wangen
Sonntag, 01.05.2011 um 16.00 Uhr im Spiesel-Stadion Wasseralfingen



Sonntag, 16:00 Uhr: FC gegen Aalen in Wasseralfingen
Der FC wird in Aalen sicher nur wenige Augen für römische Reste haben. Das Spiel gegen den VfR Aalen zählt bei weitem mehr. Denn die Situation in der Verbandsliga ist nicht weniger als unsicher. Drei Absteiger aus der Oberliga schickten fünf Verbandsligisten nach unten. Und es ist eng im Oberhaus - ähnlich wie in der Verbandsliga.

Von FC-Pressesprecher Michael Scheidler

Aalens große Attraktion ist das Limes-Museum. Aber es wird am Weg liegen bleiben, denn nicht weit weg davon führt die Hauptstraße Richtung Wasseralfingen, wo im Spiesel-Stadion die "U23" des VfR Aalen den FC am Sonntag um 16:00 Uhr erwarten wird. An diesen Platz hat der FC Wangen gute Erinnerungen, da gab es 2007 ein am Ende überzeugendes 2:2.
Die von Petar Kosturkov instruierte U23 hängt trotz aller gehegten Oberliga-Ziele in der Grauzone der Verbandsliga fest. Das Thema Klassenerhalt ist dabei keines, weil nötigen Falls "von oben" verstärkt wird. Nur hilft das wenig auf dem Weg, den der VfR eigentlich gehen will. Der heißt Oberliga für das 'Amateur-Team', in dem alleine ein Branko Okic das U23-Label schon ein wenig ankratzt.
"Zwei, drei Spieler aus dem Kader der ersten Mannschaft machen einfach den Unterschied" - so sieht Herbert Breher den Gegner am kommenden Sonntag. Doch zeigte sich immer wieder das Problem des VfR: in die U23 werden die Spieler geschickt, welche Praxis benötigen, oder aber auch zur Verfügung stehen. In Wangen klagte Kosturkov einmal sein Leid, dass mit über 30 eingesetzten Spielern keine Kontinuität zu erwarten sei. Doch scheint dies eben das Leid der meisten als Unterbau verstandenen zweiten Mannschaften zu sein.

Auch Herbert Breher nutzt den FCZwo als Praxis- und Rekreationshilfe. Das ist zurzeit auch durchaus wichtig, da er auf den fast kompletten Kader zurück greifen kann. Doch bleibt die Defensive ein Sorgenkind. 41 Gegentore sind einfach zu viel - trotz relativer Sicherheit auf Rang acht. Nur fünf Gegentreffer weniger - so sah es vergangenen Samstag eine kleine Hochrechnung - und fast könnte nichts mehr passieren. Im Konjunktiv ist eben alles so einfach.
Die momentane Situation deutet auf den sicheren Verbleib in der Liga hin, da im Extrem fünf Teams nach unten müssen. Das entscheidet sich in der Oberliga, wo aktuell mit zuerst Reutlingen, Hollenbach und Neckarrems reichlich Württemberger im Abstiegsstrudel gegen das Ertrinken kämpfen. Auch Freiberg ist noch lange nicht gerettet. Das darf nicht aus den Augen verloren gehen.
Natürlich kann auf einem, dem Allgäu-Stadion ähnlichem Platz, etwas geholt werden. Einen Platz vor Aalen stehen die Rot-Weißen im Augenblick schon. Das deutet wenigstens von der Tabelle her auf absolute Augenhöhe hin - je nach Aalens Kader. Für den FC bedeutete ein Remis einen Erfolg, einen weiteren Schritt zum Klassenerhalt. Ein mehr aber und Aalens zweiter Anzug rutschte dann vielleicht im Schlamassel - entgegen aller Ziele!