Wangen im Allgäu, den 12.05.2011

Fußball-Verbandsliga Württemberg

TuRa Untermünkheim - FC Wangen
Samstag,14.05.2011 um 15.30 Uhr in Untermünkheim



FC: Vorletztes Auswärtsspiel - Chance zur Trendwende
Noch ist der FC Wangen dem Abstieg nicht ganz entronnen, doch stehen die Zeichen gut. Allerdings heißt der Gegner am Samstag TuRa Untermünkheim. Gegen den ambitionierten Aufsteiger hängen die Trauben hoch. Seit September 2009 hat das Team aus dem Hohenloher Land nur ein Heimspiel verloren - vor zwei Wochen gegen den Göppinger SV. Dennoch hat der FC durchaus ein Punkt im Auge.

Von FC-Pressesprecher Michael Scheidler

Wer vor der Saison darauf gesetzt hat, dass Nagold, Ludwigsburg, auch Frickenhausen hinten fest hängen, hätte sicher gute Quoten erreicht. Doch es zeigt, wie hart die Bandagen und wie hoch die Leistungsdichte nicht nur diese Saison in der Verbandsliga sind.
An der Argen zählt das aktuell in keiner Weise: "Wir schauen auf uns, nur auf uns", so ist es fast wöchentlich aus Herbert Brehers Mund zu vernehmen. Genau diese Marschroute war in den 25 Spielen bislang die richtige. Und auch für den Samstag beim TuRa Untermünkheim bleibt diese Vorgabe im Großen bestehen. Aber ein Auge schielt schon auf den mit einigen ehemals höherklassig bestallten Spielern gespickten Kader des Aufsteigers.
Zu nennen sind das zuerst Spielertrainer Fredi Skurka (Club, Crailsheim) und Steffen Kocholl (VfB Stuttgart, Münster, Reutlingen). Dennoch will der FC sein Spiel aufziehen.
In Untermünkheim schaut man entspannt auf die Partie. Mit 38 Zählern sieht man sich als gerettet an, auch wenn rechnerisch noch nicht alles in trockenen Tüchern ist. Es müsste dabei schon mit dem Teufel zugehen, so der Fünfte noch einmal nasse Füße bekommen sollte. Für Untermünkheim ist der Klassenerhalt der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte nach dem Aufstieg in die Verbandsliga.
Deswegen nun mit einem Schaulaufen und lockeren Hacke-Spitze-ein-zwei-drei zu rechnen, hat nicht auf Fredi Skurka und dessen Ehrgeiz gerechnet. Sie seien den Fans für die Unterstützung schuldig, zuhause nichts mehr anbrennen zu lassen. Geschenke sind also nicht zu erwarten.

Die Haltung nimmt Herbert Breher auch nicht ein. "Wir haben uns die 34 Punkte redlich erarbeitet, wenn auch in einigen Spielen mehr drin gewesen wäre", sinniert der FC-Trainer über die Auswärtsserie 2011. Aktuell Rang sechs hat für ihn bis dato keine Bedeutung, "das kann auch schnell wieder ins zweistellige gehen."
Zudem zeigte sich im Training unter der Woche manche Fehlstelle im Kader. Peter Giraud fällt sicher aus, dazu fehlten mit der Studentenriege ein Viertel der Spieler. Zumindest am Mittwoch drückte Herbert Breher so manche Sorge hinsichtlich Samstag. Immerhin konnte Manuel Raaf wieder mittrainieren.
Der Respekt vor dem Gegner ist groß, was nicht heißen soll, dass mit entsprechend frechem Auftreten nichts zu holen sein soll. Denn offensichtlich tut sich der FC mit nominell stärkeren Teams leichter als mit Tabellennachbarn. Doch muss man auch sehen, dass wohl zuhause drei Siege in Folge gelangen, aber die Auswärtsbilanz hat 2011 einige Löcher. Untermünkheim ist das vorletzte Auswärtsspiel und da darf gerne noch eine wenigstens kleine Trendwende geschafft werden. Und sei sie nur zugunsten des einstelligen Tabellenplatzes.