Wangen im Allgäu, den 04.09.2010

Fußball-Verbandsliga Württemberg

FC Wangen - VfL Nagold 2-2 (0-2)

Tore: 0:1 Adriano Fantini (13.); 0:2 Dominik Golubovic; 1:2 Philipp Boenke (48.); 2:2 Philipp Boenke (81.)



FC kommt über ein 2:2 nicht hinaus
Der FC Wangen erfüllte die Vorgabe des Trainers am Samstag nicht. Im Heimspiel gegen den VfL Nagold gelang am Ende nur ein 2:2. Das "Nur" ist keine Relativierung, es steht für die gegebenen und vertanen Chancen, die Gäste aus dem Schwarzwald zu besiegen. Dabei war der VfL eben dem Sieg zeitweise näher.

Von FC-Pressesprecher Michael Scheidler

Betrachten wir die Sache einmal so: Der FC Wangen kämpft darum, nicht wieder abzusteigen. Übung darin hat er, wenn auch in den Jahren zuvor einigermaßen nicht erfolgreich. Und doch: ein bisschen ging eben doch immer - so ein bisschen verfehlte der FC Wangen gegen den VfL Nagold dann doch das gesteckte Ziel.
Dass es bei einem Bisschen blieb, war am Samstag wiederum einer mannschaftlichen Ge- und Entschlossenheit geschuldet. Eichhörnchen-Prinzip nannte es Gästetrainer Jörg Wieland, der sich in Bescheidenheit übte und nach dem Spiel einen möglichen Sieg seiner Mannschaft nicht einforderte. Einiges seiner vielen Worte traf für beide Seiten zu: sehen, woher man die Punkte bekommt.
Herbert Breher ging mit dem Remis anders um. Ihn ärgerte das Bisschen, das dem dominanten Spiel zum Trotz zum Sieg gefehlt hatte. An Chancen lagen Wangen und Nagold wohl gleich auf, auch hinsichtlich der Güte der Möglichkeiten. Dennoch geriet die erste Halbzeit zu einer argen Lehr-Dreiviertelstunde für den FC Wangen. Es stand gar Schlimmeres zu erwarten, nachdem die Gäste mit ganzen drei Vorstößen in die Wangener Hälfte zweimal erfolgreich waren. Zuerst verlängerte Adriano Fantini einen Einwurf über alle Wangener Abwehrversuche hinweg ins Tor (13.). 31 Minuten später nutzte Dominik Golubovic einen Fehler im Aufbau und beförderte die Kugel ohne Umschweife ins Netz.
Für Herbert Breher und auch die Fans im Allgäu Stadion war das dann doch ein bisschen viel, weil der FC zwar ein deutliche Mehr am Spiel hatte, auch gute Möglichkeiten, aber mehr noch zahlreiche Fehlpässe.
Immerhin, der Seitenwechsel brachte neue Hoffnung, und speziell als Philipp Boenke endlich seine Stürmerqualitäten im Getümmel vor dem Nagolder Gehäuse bewies, wuchs diese Hoffnung nicht nur ein bisschen. Der FC zeigte sich entschlossen, auch im Spiel verbessert, im Abschluss trotz des Tores weiterhin wenig präzise.
Zudem blieb Nagold trotz schöpferischer Pausen stets gefährlich: Querbalken und Pfosten erinnerten unangenehm an den ersten Durchgang. Fraglos hätte der dritte Treffer da das Spiel entschieden - alleine er fiel nicht, der FC blieb am Drücker und erarbeitete sich ebenfalls immer wieder erfolgversprechende Situationen. Es blieb allerdings Philipp Boenke mit seinem vierten Saisontreffer vorbehalten, dem FC die weiße Weste zu bewahren (81.).
Herbert Breher war dennoch nicht zufrieden: "Zwei" Punkte aus zwei Heimspielen sind zu wenig. Wir haben große Moral und Qualitäten nach vorne bewiesen." Auf Dauer dürfte das ein bisschen wenig sein.

FC Wangen 05: Schmähl - Sauter, Giraud - Perlas, Müller (72. Polka), Karrer - Nikolaidis, Boenke - Raaf, Remke (53. Lang), Housein (74. Karelas)
Kader: Barensteiner, Wellmann
VfL Nagold: Müller, Fantini (51. Straub) - Golubovic - Glemser, Böttinger, Asch, Rebmann, Quiskamp, Schachtschneider (71. Nebert), Schuon (90. Dengler), Steeb
Schiedsrichter: Hansjörg Rommel (Stockach)
Zuschauer: 350