Wangen im Allgäu, den 29.08.2010

Fußball-Verbandsliga Württemberg

FC Wangen - VfL Nagold

Samstag, 04.09.2010 um 15.30 Uhr im Allgäu Stadion



Der FC will seine Liga-Tauglichkeit aufs Neue beweisen
Der FC Wangen hat bislang überraschen können: gegen Echterdingen 'nur' ein Remis, dafür aber ein Sieg in Frickenhausen - das erfordert Respekt, zumal zwischen Metzingen und Reutlingen bislang noch nie mehr als ein Remis zu holen gewesen war. Startphase eins in die Verbandsliga scheint also gelungen, sieht man, dass zuerst der siebte und dann der neunte der Vorjahrestabelle für bislang vier Wangener Punkte gut waren. Vom Glück des Neulings wurde hie und da geredet - ein Aua ist das, da der FC in beiden Partien auf Augenhöhe mit dem Gegner war. Das gilt es am Samstag gegen den Vorjahres Zehnten zu bestätigen - den VfL Nagold.

Von FC-Pressesprecher Michael Scheidler

Die Truppe aus dem Nord-Schwarzwald ist schwer zu umschreiben. Es mangelt schlicht an den üblichen Informationen, welche sonst unter den Vereinen ausgetauscht werden. Aber ein Glück ist in der Hinsicht das Internet. Da lassen sich einige Dinge in Erfahrung bringen, welche früher kaum bist gar nie erreichbar gewesen sind. So darf hinsichtlich des VfL Nagold auch ein wenig orakelt werden.
Nach dem Aufstieg vor drei Jahren waren die Ergebnisse hoch genug angesiedelt für Träume von mehr. Die Vorsaison aber endete mit einiger Ernüchterung nur wenig vom Abstieg weg. Die Motivation zu wieder mehr war also im Juli enorm ebenso die Zuversicht. Doch der Auftakt enttäuschte, auch wenn Trainer Jörg Wieland gleichzeitig zuversichtlich blieb. 2:0 verlor Nagold beim Aufsteiger TuRa Untermünkheim, sah sich dabei überlegen. Wieland sprach von einem 80-Prozent Spiel seiner Mannschaft. Die 20 Prozent trugen den Sieg davon.
Das 1:1 zuletzt im Heimspiel gegen den SKV Rutesheim war sicher noch weniger nach dem Geschmack der Schwarzwälder. Ein Punkt nach zwei Spielen der theoretisch leichteren Bauart sind für den Start der Nagolder zu wenig. Wohin in dieser Saison der Weg des VfL führen soll, darüber war im Schwarzwald offiziell die Rede: Mittelfeld mit Blickrichtung nach oben. Das aber suchen ungefähr zehn bis zwölf der Verbandsliga- Vereine zu erreichen, die anderen geben Ambitionen Richtung Oberliga freimütig zu.
Doch in Nagold muss man sich nach zwei Spieltagen mit einem Platz ganz hinten begnügen. Der Gegner des FC Wangen am Samstag hat offensichtlich Probleme, in die Puschen zu kommen. Doch bleibt das Potential des VfL, der ohne allzu große Probleme seit dem Aufstieg die Verbandsliga halten konnte. Dessen muss sich der FC bewusst sein, Nagold ist Verbandsligist und weiß ums Geschäft.
Das will auch der FC ins Stammbuch geschrieben wissen, wieder Verbandsligist zu sein. Das Spiel zwei in Frickenhausen muss da als Messlatte genommen werden. "Schuld" daran trägt der erste Sieg im dortigen Stadion Tischardtegart. Cleveres, diszipliniertes Spiel und das nötige, erarbeitete Glück verhalfen zu einem fast perfekten Start. Ihn zu vervollständigen fehlt der Sieg am Samstag. Was dazu nötig ist, ist kein Geheimnis.
So wird die fast klassische Ansprache von Herbert Breher, dass ihm das vorige Spiel des Gegners egal sei, sicher um eine neue Idee erweitert den Spielern klar machen, worum es geht. Eigenes Streben, eigene Stärken zählen zuerst. Doch lieber hätte Herbert Breher einen Sieg der Nagolder zuvor gesehen, weil es nie gut ist, wenn der Gegner zuletzt schlecht drauf war, denn dann geht es in dessen Reihen um Wiedergutmachung. Darauf aber lässt sich das Spiel am kommenden Samstag beschränken - aus Nagolder Sicht.
Der FC hat indes nur die Fortsetzung des guten Starts vor Augen. Zuhause siegen, auswärts punkten ist noch immer die Wunschvorstellung - in Summe 60 Punkte - mag etwas hoch angesetzt sein, aber 40+ will der FC am Ende auf dem Konto haben und am liebsten einen einstelligen Platz. Und das ist weder neu noch von besonderer Brisanz. Diesen Wunsch hegen rund zwei Drittel der Verbandsliga. Doch der Wunsch des FC Wangen reicht weiter, nämlich nach einem Beleg seiner Verbandsliga-Tauglichkeit!