Wangen im Allgäu, den 26.10.2010

Fußball-Verbandsliga Württemberg

FC Wangen - TuRa Untermünkheim
Samstag, 30.10.2010, Spielbeginn um 15.30 Uhr im Allgäu Stadion



Der aktuell Zweite testet als Aufsteiger den FC Wangen
Am Samstag steigt das letzte 15:30 Uhr Spiel in dieser Saison und wohl steht auch für dieses Jahr der Abschied vom Allgäu-Stadion bevor. Als sei es vorher geplant gewesen, kommt wohl zwar ein Aufsteiger zu Besuch, doch als Zweiter der aktuellen Tabelle stellt TuRa Untermünkheim einen Vertreter der Topteams der Verbandsliga. Der FC kann sich generell nicht über die Gegner der nächsten Wochen beklagen.

Von FC-Pressesprecher Michael Scheidler

Dem Ende der Halbsaison entgegen bekommt der FC Wangen nun die "leichteren" Gegner in einer Liga, in der einiges an Unterhaltung weiterhin auf die Fans wartet. Untermünkheim, Göppingen, Heidenheim und Bissingen - vier Mal Teams von Tabellenspitze in fünf Wochen, Spiele, die leicht verloren gehen können. in denen der FC zugleich nur zu gewinnen hat. Mit den Männern des Turn- und Rasensportvereins aus Untermünkheim beginnt am Samstag der Schlussspurt Richtung Winterpause.

Tore machen den Unterschied
Im Hohenloher Land nimmt man die Entwicklung des TuRa recht selbstbewusst als fast normal hin. Es scheint fast so, als ob dort andere Perspektiven über die württembergische Ebene des Fußballgeschehens hinaus bestehen. Natürlich hat der erste Aufstieg in die Verbandsliga viel Motivation mit sich gebracht. Zugleich aber ist der Kader von Trainers Fredy Skurka (u.a. 1. FC Nürnberg) von hoher Qualität.
Es überrascht auch so die Konkurrenz kaum, wie Untermünkheim im Verband mit dem Göppinger SV die Liga durcheinanderwirbelt. Auch wenn sich der SKV Rutesheim zuletzt als unglücklich-unverdienter Verlierer sah, den Treffer machten die Männer vom TuRa. Das macht eben am Ende den entscheidenden Unterschied aus: die Tore. Von diesen hat der TuRa bislang reichlich erzielt: 26 Stück.

Zusatztitel unerwünscht
Dass gut spielen und erfolgreich spielen völlig verschiedene Dinge sind,weiß der FC nur selbst zu gut. 2008/2009 waren die Roten der Remiskönig der Verbandsliga und stiegen ab, weil drei Punkte fehlten. Nun gefallen Wiederholungen (s. Bericht vom Spiel in Nehren) nur selten, also darf sich das Ensemble von Herbert Breher am Samstag einmal etwas einfallen lassen, um über 90 Minuten zu überzeugen.
Schließlich braucht der FC vor allem keine zweifelhaften Zusatztitel. Dabei täte auf der Haben-Seite der Bilanz etwas mehr Bewegung gut. Abwegig erscheint es nicht, attestierte Herbert Breher seiner Mannschaft nicht nur einmal die Augenhöhe mit der Liga, wenn Leidenschaft und Einsatz über das ganze Spiel stimmen. Dann kommt auch die Sache mit den Toren wieder.

Eninger fällt länger aus
Allerdings wird es am Samstag nur mit Umstellungen einher gehen. Am Sonntag verletzte sich bekanntlich Fabian Eninger schwer - Kreuzbandriss war dann die Diagnose. Gerade dass der Rückkehrer vom FVR wieder in Rollen gekommen war, fällt er sicher bis nächsten Sommer aus.
Das ist natürlich ein Schlag ins Kontor, schien Eninger auf Dauer in die Rolle von Markus Hengge hineinwachsen zu können. Doch besteht nun wieder die Chance für andere Protagonisten wie Niklas Klawitter oder auch Daniel Wellmann, wenn man sich nicht in ausufernde Spekulationen versteigen will.
Letztes Spiel im Stadion, vorletzter Heimauftritt - der FC hat sich einiges vorgenommen, seine Bilanz zu verbessern. "Ein Unentschieden ist nie schlecht, weil solche Spiele kann man auch mal gewinnen und dann ist man gleich wieder dabei", gewann Herbert Breher der Bilanz auch Gutes ab. So ist er über den Gegner gar nicht so unglücklich: "Da weiß jeder, was auf ihn zukommt!" Ein Topteam kommt auf den FC zu, was die Sache einfach leichter macht. Zumindest hoffen es die Trainer Fans.
Gegen den Tabellenzweiten kann der FC am Samstag also nur gewinnen.