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Wangen im Allgäu, den 22.10.2010
Fußball-Verbandsliga Württemberg
SV Nehren - FC Wangen
Sonntag, 24.10.2010 um 15.00Uhr, Sportanlage in Nehren
FC am Sonntag in Nehren
Der Sonntag sieht den FC Wangen wieder auf Reisen, wieder geht
es zu einem Neuling in der Verbandsliga, der im südlichen
Landkreis Tübingen beheimatet ist, dem SV Nehren. Doch von
den eifrig verteilten Vorschusslorbeeren ist an der Steinlach
im Augenblick nicht mehr viel übrig. Das Team von Dietmar
Schneider ist trotz namhafter Verstärkungen Letzter.
Von FC-Pressesprecher Michael
Scheidler
Die kleine Debatte über
Erwartungen, die beim FC rund ums Aalen-Spiel herum aufgekommen
würde man an der Steinlach ebenso gerne führen. In
Wangen hatte es so ein Geplänkel gegeben, in wie fern, oder
ob der FC nun hinter den Erwartungen zurück geblieben sei.
Herbert Breher hatte in der Presserunde am vergangenen Samstag
hier seine Sicht nochmals verdeutlicht: es sei nicht der Fall,
dass Erwartungen nicht erfüllt seien. Breher unterschied
vielmehr zwischen dem rechnerischen Soll (alle Heimspiele gewinnen)
und dem was man als Erwartungshaltung annehmen könnte.
Nach fast einem Drittel der Saison kann der FC allerdings nur
personell von Überfluss sprechen. Zwei Siege und fünf
Remis sind als Polster wenig. Auf die theoretische Sollrechnung
fehlen vier Zähler. Boden gut machen kann der FC natürlich
mit einem Sieg beim Neuling. Doch der Vorsprung auf Nehren (vier
gegenüber elf Punkten) ist für verwegene Gedankenspiele
nicht geeignet. Vielmehr ist ganz einfach - wie jedes Wochenende
- alles verlangt an Einsatz und Kampfgeist.
Da hatte Breher in den Vorwochen durchaus Ansatzpunkte für
Kritik gefunden, wenn (wie in Münchingen) die Mannschaft
eher halbgar ins Spiel gegangen war, oder erst nach Rückstand
zur eigentlichen Leistungsfähigkeit finden konnte. Denn
die vom Trainer selbst attestierte Augenhöhe mit der Liga
tritt nur ein, wenn die Mannschaft an ihr Limit geht.
Nehren weit weg vom Limit
Zweifelsfrei gilt das auch für andere Teams. Bei SV Nehren
zum Beispiel sind die Vorhaben vor dem Saisonstart zur Zeit Makulatur:
schnell und offensiv nach vorne, à la Barca wollte man
spielen. Dazu hat Schneider nicht nur die beiden Ex-Profis Nico
Sbordone und Jochen Weigl im Boot, sondern auch den früheren
Balinger Verteidiger Martin Cus verpflichten können. Doch
landete Nehren gleicht recht hart auf dem Hosenboden und dem
aktuell letzten Platz.
Nun jedenfalls soll gegen den FC Wangen der Neustart in die Erfolgsspur
geschafft werden, für Schneider und seinen SVN fast schon
ein Spiel von essentieller Bedeutung. Damit kriegt das Spiel
weitere Brisanz, nicht nur aus den gegenläufigen Mannschaftsmodellen
sondern auch aus der Situation des ambitionierten Neulings gegen
den zum wiederholten Male Rückkehrer.
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