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Wangen im Allgäu, den 09.11.2010
Fußball-Verbandsliga Württemberg
1. Göppinger Sportverein
- FC Wangen
Samstag, 13.11.2010 um 14.30 Uhr im Stadion des Göppinger
Sportverein
FC in Göppingen: warum nicht
auch den Spitzenreiter ärgern?
Am Samstag geht es für den FC in seltener besuchte Gefilde
Württembergs. Die "Drei Kaiserberge" und das Hohenstaufener
Land rufen und in deren Mitte die schon in vor-antiker Zeit bewohnte
Region Göppingen. Ab 14:30 Uhr will der FC nun am Samstag
beim dort beheimateten 1. SV bestehen, bei Möglichkeit den
Spitzenreiter der Verbandsliga nicht nur ärgern - warum
auch nicht?
Von FC-Pressesprecher Michael
Scheidler
Tatort Wiesental-Stadion, Samstag
letzter Woche: Göppingen kam zu einem verdienten, wenn auch
leicht glücklichen Sieg beim FV Ravensburg. Dabei wurde
am Spielfeldrand ersichtlich, wie hoch die Latte beim Aufsteiger
aus den Stammlanden des Barbarossa liegt. Daran hat der Trainer
der Gastgeber seinen Anteil: Uli Haug. In Ravensburg geriet ihm
der Erfolg nicht nur zur Freude. Nach der Heimpleite gegen Rutesheim
gelang zwar die Wiedergutmachung im Schussental, doch damit war
einiges an Schweiß verbunden.
Alleine Haugs dreimaliger Reflex auf ihm nicht genügende
Leistung seiner Mannschaft lässt im Vorfeld des Samstags
erahnen, was seine Startruppe von ihm über die Woche eingeimpft
bekommen hat: wer Wangen auf die leichte Schulter nimmt, bekommt
die kalte Schulter gezeigt - warum auch nicht.
Soviel erschließt dem Beobachter aus dem bisherigen Gedeihen
der Geschehnisse in der Verbandsliga: Göppingen scheint
die späte Nachfolge des einst ruhmreichen SC Geislingen
(heute Bezirksliga) übernehmen zu wollen. Doch das Schicksal
des einstigen DFB-Pokalschrecks ist auch eine Warnung vor der
Kurzlebigkeit von Erfolg und Ruhm.
Erfreuliches Wiedersehen
Dem FC Wangen gegenüber zeigte sich der frühere Stürmer
des SC Geislingen äußerst kameradschaftlich und brachte
seine Freude über diverse Wiedersehen mehrfach zum Ausdruck
- warum auch nicht.
Dabei hat gerade der FC Wangen ihm und seinem damaligen Verein
SC Geislingen einen der bittersten Momente beschert - beim 1:2
im September 1984 im WFV-Pokal. Den Gegentreffer beim Triumph
im Geislinger Hexenkesseln erzielte übrigens Uli Haug per
Elfmeter.
Natürlich spielt das bestenfalls beim Smalltalk vor und
nach dem Spiel eine Rolle, im sportlichen Geschehen aber fließt
diese Geschichte nicht mit ein.
Immerhin ist über ein viertel Jahrhundert seither vergangen.
Damals war es nicht weit von Göppingen entfernt harte, schweißtreibende
Arbeit, welche den damals sensationellen Erfolg brachte. Gleiches
erwartet den FC nun am Samstagnachmittag in Göppingen.
Freilich braucht niemand zu glauben, dass der Göppinger
SV den FC unterschätzen wird. Nach den beiden Spielen zuletzt
dürfte Alarmstufe eins herrschen. Schließlich sind
die Erinnerungen von Trainer Haug an den FC - s.o. - nur bedingt
gut. Wenn nun der FC beim Spitzenreiter die klassische, aber
willkommene, weil gewohnte Außenseiterrolle einnimmt, so
bleibt die Frage im Hinterkopf: warum nicht den Spitzenreiter
stolpern lassen? Nach dem vor allem bis zur Pause überragenden
Auftritt beim Spitzenreiter-Bezwinger muss nicht auf einen Erfolg
des FC geschlossen werden. Andererseits aber bleibt die Frage:
wieso nicht?
Herbert Breher hat vor dem Spiel wenig Grund, personell umzustellen.
Trotz allem wird er sicherlich bis Samstagmittag an seiner Aufstellung
basteln, auch auf Basis des Abschlusstrainings am Donnerstag
noch denkbare Alternativen austüfteln. Personell standen
die Zeichen durchaus positiv.
Für das Spiel selbst bleibt Breher wie immer sachlich-optimistisch:
Wenn die Null hinten lange genug stehe, sei letzen Endes alles
möglich. In Rutesheim stand sie für den FC in dieser
Saison bislang rekordverdächtige 52 Minuten. Weshalb sollte
dies am Samstag nicht noch länger gelingen?
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